Unsere Geschichte

Am Anfang stand die ehrenamtliche Initiative engagierter Frankfurter Bürgerinnen für thailändische Migrantinnen. Im Zusammenhang mit dem Weltgebetstag der Frauen im Jahr 1980 hatten Frauen aus Thailand mit einem Aufruf an die Menschen in den Industriestaaten auf Sextourismus und Frauenhandel aufmerksam gemacht: „Was ist mit eurer Gesellschaft los? Weshalb kommen Männer aus euren Ländern in unsere Städte und machen sie zu ihren Bordellen?“ Dieser Aufruf war der Anlass für eine Gruppe christlicher Frauen, sich für Thailänderinnen einzusetzen, die infolge des Sextourismus als sogenannte Heiratsmigrantinnen nach Frankfurt kamen.

FIM Geschichte

Die Anfänge

Die Initiative zur Unterstützung thailändischer Migrantinnen nannte sich zunächst „Ökumenische Thailandgruppe“. Als neben Frauen aus Thailand immer mehr Migrantinnen aus anderen asiatischen Ländern, vor allem von den Philippinen, Rat und Unterstützung suchten, benannte sich die Initiative in „Ökumenische Asiengruppe“ um. Bis 1987 wurde die Beratung und Betreuung der Migrantinnen ausschließlich durch ehrenamtlichen Einsatz geleistet.

Dank einer finanziellen Unterstützung durch den Weltgebetstag konnte im Jahr 1987 eine hauptamtliche Stelle eingerichtet werden, die sich zwei Sozialberaterinnen teilten. In den folgenden Jahren hat sich die Arbeit der Beratungsstelle zunehmend professionalisiert und konnte sich auf immer neue Arbeitsfelder im Zusammenhang mit den Themen Migration und Gewalt gegen Frauen ausweiten.

Weitreichende Veränderungen ab 1999

Im Jahr 1999 wurde die Fachberatung für Opfer von Menschenhandel in Hessen als Modellprojekt aufgebaut und die „Ökumenische Asiengruppe“ wurde vom Land Hessen beauftragt, die Arbeit gegen Menschenhandel in Hessen zu koordinieren.

Im Jahr 2001 wurde der Erweiterung der Tätigkeitsfelder und der Zielgruppen (z.B. waren viele Frauen aus Mittel- und Osteuropa hinzugekommen; seit 2004 auch aus Afrika und Lateinamerika) durch eine erneute Namensänderung Rechnung getragen:

FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht e.V.

FIM heute

Die in den Anfängen durch enormes ehrenamtliches Engagement getragene Initiative hat sich heute zu einem interkulturellen Beratungszentrum für Migrantinnen und ihre Familien aus aller Welt entwickelt, in dem jährlich mehr als 1000 Menschen Rat und Hilfe finden.

FIM ist die Koordinierungsstelle für die Opferschutzarbeit gegen Menschenhandel in Hessen sowie zuständige Fachberatungsstelle für Süd-, Mittel-, Ost- und Westhessen. Zudem ist FIM für die hessenweite Vernetzung und Qualifizierung von Streetwork in der Armutsprostitution zuständig. Im 3-Regionen-Modell „Hessen gegen Ehrgewalt“ ist FIM seit 2019 Schwerpunktträger der Region Rhein-Main/Mittelhessen.

Festschrift und Satzung