Wie wir wurden, wer wir sind

Seit über vier Jahrzehnten setzen wir uns ein: gegen die Verletzung der Menschenrechte von Frauen – etwa durch Zwangsverheiratung, weibliche Genitalbeschneidung, Menschenhandel oder häusliche Gewalt. Für Empowerment, Teilhabe und Bildung von Frauen aus aller Welt.

40 Jahre FIM Gründung Weltgebetstag 1980

Gründung und Selbstverständnis

Begonnen hat es 1980 beim Ökumenischen Weltgebetstag der Frauen: Engagierte Frankfurterinnen gründen die Ökumenische Thailand-Gruppe zur Unterstützung thailändischer Migrantinnen, die als Prostituierte oder als Heiratsmigrantinnen nach Deutschland gekommen sind.

In der Gründungsphase ist das Spannungsfeld zwischen christlich-karitativem und politisch-feministischem Ansatz ein Kristallisationspunkt für das Selbstverständnis der Initiative. Schnell wird klar, dass die Initiative eine unabhängige Organisationsform braucht, um ihren unkonventionellen, gesellschaftskritischen Arbeitsansatz zu verfolgen. Neben der konkreten Einzelfallhilfe konfrontiert die Thailand-Gruppe von Anfang an die patriarchalen Strukturen, unter denen Frauen auf der ganzen Welt leiden, und leistet engagierte Öffentlichkeitsarbeit. Die ursprünglich christlich-feministische Gruppe tut sich mit politisch motivierten Feministinnen zusammen und organisiert sich als autonome Initiative.

Vernetzung und Weiterentwicklung

Die folgenden Jahre sind gekennzeichnet von intensiver Kooperation mit unterschiedlichsten Akteur*innen – von Multiplikator*innen in der thailändischen Community über Kontakte in kirchliche Kreise bis hin zum gemeinsamen Büro mit der radikal-feministischen Prostituiertenorganisation „Huren wehren sich gemeinsam“.

In der praktischen Beratungsarbeit bildet sich schnell der bis heute prägende Ansatz von FIM e.V. heraus: eine niedrigschwellige Arbeitsweise, Beratung auf Augenhöhe und eine klare parteiliche Haltung den Frauen gegenüber. Unsere besonderen Stärken sind Diversität und Interkulturalität unseres Teams und die kultursensible Herangehensweise. Diese grundlegenden Prinzipien haben wir auch während der Professionalisierung und des Wachstums unseres Teams beibehalten und weiterentwickelt. Im Laufe der Jahre weiten sich die Arbeitsbereiche aus, neue Themen und Zielgruppen kommen hinzu: Wir beraten nicht länger nur Asiatinnen, sondern Frauen aus aller Welt – und benennen uns 2001 um in FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht e.V.

40 Jahre FIM Süssmuth 90er
40 Jahre FIM Netzwerk Ehrgewalt Kick-off 2019

FIM heute

Innerhalb von 40 Jahren entwickelte sich die ehrenamtliche Initiative zu einem professionellen, interkulturellen Beratungszentrum: Heute arbeiten bei FIM e.V. über 20 Mitarbeiterinnen in den Bereichen Intervention, Prävention, Advocacy und Öffentlichkeitsarbeit. Das FIM-Team spricht mehr als 15 Sprachen, zahlreiche Honorarkräfte und Ehrenamtliche unterstützen uns. Jährlich finden mehr als 1000 Menschen bei uns Rat und Unterstützung.

Viele Menschen haben FIM e.V. durch ihr jahrelanges Engagement geprägt und uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Wir sagen ganz herzlich Danke an alle, die unsere Arbeit all die Jahre unterstützt haben und unterstützen: unsere finanziellen Förder*innen, aber auch die zahlreichen Ehrenamtlichen und unsere Kooperationspartner*innen.

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