Soziale Teilhabe

Globalisierung und gesteigerte Mobilität bringen weltweit immer mehr Menschen aus verschiedenen kulturellen Kontexten zusammen. In Frankfurt etwa leben Menschen aus 178 verschiedenen Nationen! FIMs Ziel ist es, einen Beitrag zu einem wertschätzenden Miteinander, der Stärkung interkultureller Kompetenzen und sozialer Partizipation aller zu leisten.

Diversität und Teilhabe

Diversitätsbewusstes Handeln will unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen ausgleichen und gesellschaftliche Teilhabe für alle ermöglichen. Die Würdigung der Vielfalt aller Menschen als wertvolle gesellschaftliche Ressource liegt dabei dem Gedanken der Diversität zugrunde. Unterschiede, zum Beispiel in Bezug auf die soziale und ethnische Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung oder Religionszugehörigkeit, werden anerkannt und nicht gewertet.

Die Entwicklung hin zu einer diversen und inklusiven Gesellschaft sehen wir als offenen Prozess, der in alle Richtungen wirkt. Dieser Wandel ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Alle Menschen, ob mit oder ohne Migrationsgeschichte, sind gleichermaßen gefordert, sich zu beteiligen. Bestehende Strukturen müssen dabei hinterfragt, verändert oder neue geschaffen werden, um Diskriminierung entgegenwirken und soziale Teilhabe aller zu ermöglichen.

So sollen die Ideale, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, im Grundgesetz und im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz in Deutschland verankert sind, im täglichen gesellschaftlichen Miteinander mit Leben gefüllt werden.

Unser Beitrag

An FIM wenden sich Menschen, die aufgrund ihrer aktuellen Lebenssituation Beratung und Begleitung benötigen. Mit Blick auf unseren Empowermentansatz sehen wir unsere Aufgabe darin, z.B. über kommunale Infrastruktur, verwaltungsrechtliche Abläufe oder rechtliche Hintergründe zu informieren und unsere Klient*innen darin zu stärken, Probleme zu bearbeiten und Herausforderungen zu bewältigen. Wir arbeiten ressourcenorientiert und kultursensibel.

Ganzheitliches Empowerment bedeutet neben der konkreten Einzelfallhilfe beispielsweise, Sprachkompetenzen zu fördern, Bildungszugänge und berufliche Orientierung zu ermöglichen sowie die Erziehungskompetenzen zu stärken.

Die Herausforderung für die Frauen und ihre Familien besteht darin, sich neuen kulturellen Kontexten und Gesellschaftsstrukturen zu öffnen und sich an gesellschaftlichen Entwicklungen zu beteiligen.

Mit Öffentlichkeits- Bildungs- und Advocacyarbeit will FIM auf die Lebensbedingungen und Belange der Migrantinnen aufmerksam machen, Problemzusammenhänge und strukturelle Benachteiligungen thematisieren sowie auf konstruktive Lösungen und Veränderungen hinarbeiten.

Themenspezifisch arbeitet FIM an zahlreichen Runden Tischen mit, tauscht sich mit Behördenvertreter*innen und Verantwortlichen von öffentlicher Infrastruktur aus und führt Gespräche mit politisch verantwortlichen Personen. Zudem bieten wir Workshops zu interkulturellen Themen an.

Auszeichnung mit dem Integrationspreis 2014

Am 11. Dezember 2014 zeichnete Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg FIM für seine wegweisende Integrationsarbeit und den Einsatz für die Menschenrechte mit dem Integrationspreis der Stadt Frankfurt aus. Sie verwies mit ihrer Aussage „Integration ist Menschenrecht“ auf den inneren Zusammenhang zwischen unseren beiden Arbeitsfeldern.

„Mit seinem Engagement für Selbstbestimmung und Integration handelt FIM e.V. vorbildlich für die gesamte Stadtgesellschaft.“ Diese Würdigung unserer Arbeit anlässlich der Verleihung des Integrationspreises der Stadt Frankfurt freut uns sehr und bestärkt uns in unserem langjährigen Engagement.

„In der Jury war schnell klar, dass FIM die Auszeichnung mehr als verdient hat“, sagte Stadtverordnete Anna Latsch in ihrer Laudatio. Als besonders überzeugend hob sie hervor, dass FIM immer auf akute Notsituationen reagiert und die Arbeit und Projekte vom konkreten Handlungsbedarf ausgehend entwickelt. Dadurch stoße FIM immer wieder wichtige gesellschaftspolitische Debatten an.

Weitere Informationen

Vielfalt bewegt Frankfurt: Im Integrations- und Diversitätsportal der Stadt Frankfurt lässt sich erkunden, wie multikulturell die Stadt ist. Die Einträge reichen von interkulturellen Vereinen über Informationen zu Arbeit und Beruf, Bildung und Sprache bis zu Veranstaltungen zum Thema Diskriminierung und Rassismus.
www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de/de